Eine Künstlerin, viele Techniken – und ein Handtuch voller Ideen
Julia Benninger ist so etwas wie eine galaktische Forscherin auf der Mission, die Möglichkeiten der Kunst zu erkunden – allerdings ohne Raumschiff, dafür mit Linolschnittmessern, Aquarellfarben, Pinseln und gelegentlich auch einem sehr entschlossenen Acrylklecks.
Ihre Werke oszillieren irgendwo zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, was bedeuten könnte, dass sie entweder alles sehr genau durchdacht oder alles komplett improvisiert hat – oder beides gleichzeitig.
Ihre künstlerische Laufbahn ist keine gerade Linie, sondern eher ein wellenförmiger Pfad aus Farbklecksen, Holzspänen und gelegentlichen Gedankenspiralen wie: „Was, wenn ich das jetzt einfach ganz anders mache?“ Dabei hat sie ein besonderes Talent dafür, neue Techniken zu entdecken – nicht nur aus Neugier, sondern weil das Universum der Kunst einfach zu faszinierend ist, um sich auf nur eine Ausdrucksform zu beschränken. Es ist ein bisschen wie ein Handbuch zur interdimensionalen Kunst, das ständig neu geschrieben wird, während man es liest.
Rückwärts.
In Acryl.
Man sagt oft, künstlerische Werke entstünden „intuitiv“. Das ist bei Julia natürlich Quatsch. Sie denkt zu viel. Viel zu viel. Sie würde gerne mal völlig losgelöst und frei drauflos pinseln, aber meistens hat das Bild in ihrem Kopf schon vier alternative Enden, bevor die erste Linie steht. Man darf hoffen, dass sich dieser kreative Perfektionismus eines Tages in ein gelassenes „Ach, wird schon!“ verwandelt – vielleicht in einem Paralleluniversum, in dem die Farbe sich selbst aufträgt.
Abseits ihrer eigenen Werke ist Julia auch auf einem deutlich realeren Planeten aktiv: Sie engagiert sich mit großer Freude in der künstlerischen Arbeit mit Kindern. Im Rahmen der Projektwoche Kunst an der Grundschule Geltendorf unterstützt sie zusammen mit weiteren Künstlern junge Kreativköpfe dabei, Holzobjekte zu gestalten und zu bemalen – und das mit einer Begeisterung, die selbst einem melancholischen Pinsel wieder Sinn geben könnte.
Mehr Einblicke – inklusive der gelegentlichen farblichen Eskalation – gibt es auf Instagram: